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«Gender Equality Means Business»

#equalitymeansbusiness

www.equality-means-business.ch

 

Medienmitteilung vom 7. März 2018 - PDF


Über 60 Wirtschaftschefs setzen ein Zeichen 

Die Schweizer Wirtschaft hat das Ziel der Gender Equality vor Augen. Wenn auch in kleinen Schritten geht es Jahr für Jahr vorwärts. Dafür verantwortlich sind nicht zuletzt die anhaltende Initiative von Advance und einige beeindruckende Beispiele aus der Wirtschaft: Sandoz Schweiz beispielsweise beschäftigt über alle Stufen hinweg 66% Frauen, 50% im Management. Bei Biogen Switzerland sind bereits ein Viertel aller Führungspersonen weiblich. Auch bei IKEA Schweiz herrscht Parität. Anlässlich des morgigen Internationalen Frauentags bekennen sich über 60 Wirtschaftschefs öffentlich zu konkreten Massnahmen. Dabei sind auch 15 Business Netzwerke.

 

Als führende Schweizer Vereinigung setzt sich Advance seit fünf Jahren aktiv für mehr Frauen im Management ein. Unternehmen, die weibliche Talente systematisch einbinden, profitieren. So viel ist klar. Sie sind innovativer, produktiver und profitabler. Die Frauenfrage steht dabei aber nicht allein im Vordergrund. Die Diskussion zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf zum Beispiel muss auch über den Mann geführt werden. Sie ist längst keine reine Frauensache mehr. Wirkliche Geschlechterparität heisst, dass Verantwortlichkeiten in allen Lebenslagen gleichberechtigt verteilt sind.

 

Positiver Druck auf die Wirtschaft

 

Die Zahl weiblicher GL- und VR-Mitglieder steigt in der Schweiz von Jahr zu Jahr – jedoch nur sehr langsam. Das zeigt auch der heute erschienene Schilling Report 2018. «Deshalb ist unsere Initiative so wichtig», sagt Alkistis Petropaki. Die General Managerin von Advance sieht positive Entwicklungen: «Wir spüren, dass sich Kultur, Mentalität und Arbeitsplatzstrukturen von Jahr zu Jahr in die richtige Richtung bewegen. Auch unser starkes Wachstum setzt ein Ausrufezeichen. Wir zählen bereits über 75 Mitgliederfirmen. Sie gehen mit gutem Beispiel voran. Das erzeugt einen positiven Druck auf die gesamte Wirtschaft.» 

 

Die Lösung: Strukturwandel, freiwillige «Quoten» und gezielte Förderung

 

Viele führende Organisationen nehmen ihre Verantwortung wahr. Sie haben die Vorteile gemischter Teams erkannt und warten nicht auf verordnete «Quoten». Sie handeln freiwillig. Das geben sie morgen bekannt – mit unterschiedlichen Lösungsansätzen:

 

Novartis fokussiert sich divisionsübergreifend, und insbesondere auch Sandoz, auf die Förderung von flexiblem Arbeiten, und zwar für beide Geschlechter. Ziel ist es, eine Unternehmenskultur zu schaffen, die alle Mitarbeitenden dabei unterstützt, die Anforderungen Beruf und Alltag zu vereinbaren - ohne dabei ihre Karriere aufs Spiel zu setzen - und ihre Potenziale voll zu entfalten. Massnahmen wie mehr Ferien und Teilzeitarbeit sowie die Einführung von systematischen Stellenausschreibungen mit 80-100% Flexibilität und Jobsharing sind wichtige Hebel. Auch EY setzt auf flexible Arbeitsmodelle und eine integrative, offene Kultur. Bis 2020 sollen dadurch mindestens 25% auf Partnerstufe Frauen sein. Citi hat für 2018 Transparenzmetriken für die Einstellung, Beförderung und das Halten von Frauen auf allen Ebenen entwickelt. Und IKEA Schweiz führt nach dem bezahlten Vaterschaftsurlaub von bis zu zwei Monaten im letzten Jahr neu ein spezifisches Fitmacher-Programm für Rückkehrerinnen aus dem Mutterschaftsurlaub ein. Hinzu kommt die optionale kommunikative Einbindung und Weiterbildung bereits während der elternbedingten Abwesenheit.

 

Ein anderer Weg führt über freiwillige, selbst auferlegte «Quoten»: Biogen will die Anzahl weiblicher Führungskräfte bis 2020 auf mindestens 40% erhöhen. Am Standort Luterbach sind derzeit 35% aller Mitarbeitenden weiblich. Accenture strebt bis 2021 ein Verhältnis von mindestens 30:70 in Führungspositionen an, Deloitte ebenfalls 30% bis 2020 und Adecco 35%. PwC strebt im selben Zeitraum mindestens 20% weibliche Partner an. Einige Firmen können bereits Zwischenziele vermelden: Egon Zehnder hat 2017 auf Stufe Verwaltungsrat über 40% weibliche Führungskräfte vermittelt. McKinsey hat über alle Stufen betrachtet in den letzten zwei Jahren fast 50% Frauen rekrutiert. 

 

Bemerkenswert ist auch, dass sich immer mehr Industrie- und Technologieunternehmen öffentlich engagieren. Neben ABB und Siemens, die bereits 2017 dabei waren, sind dieses Jahr zum Beispiel auch Schneider Electric, Bühler und Hilti in der Advance-Initiative vertreten. Ein wichtiger Hebel sind gezielte Förderprogramme wie Mentoring, Sponsorship, Kompetenzbildung und der Austausch von Best Practices für eine gleichstellungsfreundliche Arbeitswelt. Advance bietet seinen Mitgliederfirmen ein ebensolches, umfassendes Programm an. Sämtliche Statements in der Beilage und ab heute auf www.equality-means-business.ch 

 

CEO-Podiumsdiskussion zum morgigen Internationalen Frauentag

 

Morgen Abend veranstaltet Advance in Kooperation mit der Universität Zürich einen Event für rund 300 geladene Gäste. Kristine Braden, Präsidentin von Advance und Citi Country Officer Schweiz, Monaco und Liechtenstein eröffnet den Anlass «Gender Equality Means Business». Mit Zahlen untermauert die Bankerin das wirtschaftliche Argument für die systematische Einbindung von Frauen. Im Anschluss diskutieren auf dem CEO-Panel Simona Scarpaleggia (IKEA Switzerland), Nicole Burth (The Adecco Group Switzerland) und Simon Owen (Deloitte Switzerland) aktuelle Entwicklungen und konkrete Massnahmen für den Schweizer Arbeitsmarkt. Die Keynote hält Allyson Zimmermann, Executive Director von Catalyst Europe. Sie gilt als anerkannte Autorität zum Thema «Inclusive Leadership» und die Übersetzung von Diversität in Profitabilität.

Advance IWD Statements 2018

Advance Factsheet 2018

 

Advance Kampagne zum Internationalen Frauentag 2018 #equalitymeansbusiness

Mit unserer Kampagne "Taten statt Worte" im 2017 standen erstmals in der Schweiz über 40 CEOs und MeinungsführerInnen vereint für Gender Equality ein. Dieses Jahr sind es noch mehr! Gemeinsam geben sie am 8. März öffentlich konkrete Massnahmen und Aktionen bekannt zur Förderung gleicher Chancen und Karrieremöglichkeiten für Frauen und Männer. Das diesjährige Motto: "Gender Equality Means Business". Alle Commitments werden via advance-iwd.ch am 8. März und auf Twitter unter #equalitymeansbusiness veröffentlicht. 

Informationen zum Advance Event vom 8. März in Zusammenarbeit mit der Universität Zürich finden sie hier. Interessiert? Kontaktieren Sie uns via: contact@advance-women.ch

Alle Massnahmen und Aktionen vom letzten Jahr finden Sie unten.